3. Jugendkonferenz

Am gestrigen Mittwoch fand auf dem Funkerberg die 3. Jugendonferenz der Stadt Königs Wusterhausen statt. Ausgerichtet durch Kreissportbund und Kreissportjugend nahmen über 50 gewählte Delegierte aus den verschiedenen weiterführenden Schulen des Stadtgebietes von Königs Wusterhausen und seiner Ortsteile, aber auch interessierte ältere Jugendliche teil. Nach den Begrüßungsworten, durch die Ministerin von Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburgs Britta Ernst, der SVV-Vorsitzenden Laura Lazarus und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD Ludwig Scheetz, sowie der Vorstellung des Jugendbeirats der Stadt und dessen Arbeit in der letzten Wahlperioder führte das KIJUBB (Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg) durch den Tag in die Workshopphase. Hier stellte der Vorsitzende des amtierenden Jugendbeirats die Arbeit und Erfolge, aber sicher auch die zu bewältigenden Stolpersteine nochmal etwas detaillierter und konkreter den interessensorientierten TeilnehmerInnen vor. Im Workshop „be informed“ ging es vor allem darum das Problem zu lösen, wie man eine breitere Menge von Jugendliche über Angebote der Jugendhilfe, Freizeit- und Jugendkulturelle Angebote, aber auch die Profile der verschiedenen Einrichtungen zeitgemäß informiert. Über dieses, Vor- und Nachteile von analogen und digitalen Medien und auch von den Jugendlichen gewünschte Formate tauscht sich unser Teammitglied aus der Mobilen Jugendarbeit Michael Werner vom KSB mit seinen TeilnehmerInnen auch. In einem bunt gemischten Workshop vom Humanistischen Regionalverbund Ostbrandenburg (Jugendhaus Scheederstraße), der Diakonie Lübben (JC Fontane) und unserem Kollegen Thomas Wächter aus dem Mobilen Team, der auch den Jugendclub in Senzig mitbetreut über Jugendfreizeitmöglichkeiten in Königs Wusterhausen aus. Themen waren u.a. Treffpunkt drinnen und draußen, Sportvereine und auch kommerzielle Angebote. Sie sollten benennen, was sie kennen und nutzen, abschätzen was an diesen Angeboten positiv und negativ ist und was ihnen noch fehlt. Ähnlich lief auch der Workshop von Jule und Christian ab. Hier allerdings noch einmal mit einem spezielleren Blickwinkel, da hier der Fokus wie schon der Workshoptitel „Ortsteile abgehängt? – Wünsch dir was – die Zukunftswerkstatt“ vor allem auf den Bedarfen von Jungen EinwohnerInnen aus den Königs Wusterhausener Ortsteilen lag. Und diese können je nach Wohnort (ob nun Kablow-Ziegelei oder Senzig bzw. Zeesen) schon mal unterschiedlich sein. Was alle jedoch gleich haben, sind die Probleme mit dem ÖPNV in den Ortsteilen, welche größter Stolperstein zur Nutzung von Angeboten sind. Probleme bestehen hier sowohl in Taktung, Linienführung, Haltestellenstandpunkten, aber auch zu knappen Umsteige- und zu langen Wartezeiten. Aber es ging natürlich nicht nur um die Busse in KW, auch hier wurde geschaut, was kennen Jugendliche, was nutzen sie, was brauchen sie bei sich und generell in allen Ortsteilen, aber auch welche Angebote wünschen sie sich im Bahnhofsumfeld, um z.B. Wartezeiten auf ihre Busse gehaltvoller zu überbrücken. Im letzten Schritt wurde geschaut, mit wessen Unterstützung man bestimmte Dinge realisieren kann und worauf es auch seitens der Stadt leider nur wenig Einfluss gibt. Bestärkt wurde voll allem darin, dass es gewiss Dinge und Wünsche gibt, welche sich mit geringerem Aufwand und unserer Unterstützung relativ schnell selbst umsetzen können. Hierfür wurden bereits im Anschluss an die Workshopphasen Kontakte zu Einrichtung, aber auch lokalen Initiativen hergestellt. Im fünften Workshop ging es um das Thema „Ordnung und Sicherheit“, welches schon bei der Delegiertenwahl immer wieder Thema war. Mit Unterstützung einer lokalen Präventionsbeamtin der Polizei ermittelten die Schulsozialarbeiterinnen von den Humanisten (Schillergymnasium) und Stadtjugendring (Staatliche Gesamtschule), was getan werden muss um A, das Sicherheitsgefühl an bestimmten Stellen aber auch B die Ordnung in der Stadt und in den Ortsteilen zu erhöhen. Dies ist oftmals ja mit kleinen Mittel möglich. Eine Lampe hier, ein Mülleimer da und ein paar Bänke woanders. Hierfür wurden gemeinsam ganz konkrete Punkte und Orte erarbeitet. Nach der Mittagspause ging es zurück in die Workshops, wo die Ergebnisse sortiert und konkrete Arbeitsaufträge und Wünsche für den kommenden Jugendbeirat daraus formuliert wurden. Diese galt es nun im Plenum allen anwesenden TeilnehmerInnen vorzustellen. Im letzten Schritt des Tages fand die Wahl des neuen Jugendbeirats der Stadt statt. Wir können allen gewählten, aber auch den nominierten NachrückerInnen nur alles gute Wünschen und jeden interessierten Jugendlichen anhalten, die öffentlichen Sitzungen des Jugendberirats zu besuchen. Denn auch wenn man nicht Mitglied ist, kann man hier ganz konkret und ohne große Umwege direkt Einfluss nehmen, auf die Vorgänge in dieser Stadt. Für die Beteiligten Sozialarbeiter der verschiedenen Träger heißt es nun die Ergebnisse zu sortieren, auszuwerten und zusammen zu tragen. Denn aus den genannten Punkten lassen sich auch konkrete Arbeitsaufträge für uns und unsere Arbeit, ableiten welche es anzugehen heißt. Vielleicht kann ja tatsächlich der eine oder andere Wunsch mit unser Unterstützung relativ kurzfristig umgesetzt werden.