Erinnerung an den 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Außenlagers und der Stadt Königs Wusterhausen


„Grüße an alle, die zum 81. Jahrestag der Befreiung des KZ-Außenlagers in Königs Wusterhausen versammelt sind,
von einem, der als Kind im Lager Königs Wusterhausen gefangen war.“

– George Torrey, ehemals Jerzy Terkeltaub

Anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des ehemaligen KZ-Außenlagers sowie der Stadt Königs Wusterhausen durch die Rote Armee versammelten sich heute tatsächlich 81 Menschen im Fliederweg zu der Erinnerungsveranstaltung der Jugendverbände des Landkreises Dahme-Spreewald. Organisiert wurde diese vom Stadtjugendring Königs Wusterhausen e.V.
Thomas Thiele, Geschäftsführer des Stadtjugendrings Königs Wusterhausen e.V., schlug den Bogen von der Geschichte des ehemaligen Außenlagers zur heutigen Erinnerungsarbeit und betonte die Bedeutung des 1. Artikels unseres Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Er übergab anschließend das Wort an die Bürgermeisterin der Stadt Königs Wusterhausen, Michaela Wiezorek. Sie gab den jungen Menschen mit auf den Weg: „Bleibt menschlich“. Anschließend sprach Arkadij Schwarz von der Jüdischen Gemeinde zu den anwesenden Menschen und untermauerte mit einer bewegenden Geschichte aus Frankreich, dass Menschen in dunklen Zeiten immer noch Stärke und Mut beweisen würden. Leonard (Praktikant) befasste sich in dieser Woche mit dem Leben von Richard Fagot und verlas dessen Biografie, bevor Günter David die Redebeiträge zur heutigen Erinnerungsveranstaltung vollendete. Aus den USA sendete George Torrey (Überlebender des KZ Königs Wusterhausen) Grußworte. „Die jungen Deutschen von heute, die noch nicht zu Hitlers Zeiten geboren waren, können für keine seiner Verbrechen verantwortlich gemacht werden. Obwohl ich wegen der Nazis viele Familienmitglieder verloren und selbst gelitten habe, hege ich keine schlechten Gefühle gegenüber Deutschland. Die jungen Menschen in Königs Wusterhausen sollten die Geschichte dieser Zeit kennenlernen, insbesondere über das KZ-Außenlager in ihrer Stadt.“
Mit einem Meer aus Blumen gedachte man anschließend an der Tafel an der Storkower Straße und markierte anschließend mit Flatterband von Zeitwerk den „Tat-Ort“.
Wir bedanken uns bei allen, die heute gemeinsam mit uns erinnerten und damit ein Zeichen für die Zukunft setzten. Ein besonderer Dank gilt EWE, die uns ihre Fläche für die Erinnerungsveranstaltung zur Verfügung stellten.

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