Gedenkstättenpädagogik

Geh.Denken – Denk.Mal, Tag 5

Heute war nochmal ein echt arbeitsintensiver Tag: wir haben die letzten Texte fertiggestellt, alle Ton- und Videoaufnahmen abgeschlossen, unser Wochenjournal beendet und die letzten Fragen zum Comic beantwortet. Zwei Gruppen haben auch nochmal trotz Regen den Weg zum Siemenslager auf sich genommen.

Bis zum Abendessen waren wir damit beschäftigt und genießen jetzt den Abend am Lagerfeuer. Hier werten wir die Woche aus, bevor wir uns morgen zumindest die erste Fassung des Films anschauen können. Nach dem Frühstück werden wir dann unsere Sachen packen und die Abschlussrunde machen, bevor es nach Hause geht.

Geh.Denken – Denk.Mal, Tag 4

Heute wurde vor allem intensiv gearbeitet, die Texte sind jetzt so weit fertig, so dass die ersten eingesprochen werden konnten. Auch die Videoaufnahmen laufen bereits auf Hochtouren.

Die Recherche gestaltet sich dies Jahr pandemiebedingt schwierig, da nicht alle Orte und Quellen jederzeit zugänglich sind, aber diese Herausforderung meistern die Jugendlichen trotzdem gut.

Am Nachmittag war gemeinsames Kopflüften angesagt: Draisinenfahrt über insgesamt 23 Kilometer.

Am morgigen Tag müssen die restlichen Aufgaben abgeschlossen werden, so dass wir uns Samstag gemeinsam die ersten Ergebnisse anschauen können.

Geh.Denken – Denk.Mal, Tag 3

Der Tag begann mit Nieselregen, bis zur großen Führung wurde daraus Starkregen mit Windböen. Das hielt uns aber nicht auf und wir gingen in zwei Gruppen auf den Rundgang.

Es ging hier nicht nur um reine Zahlen und Fakten, sondern vor allem um den Perspektivwechsel. Dies entspricht den selbstgewählten Themen und Aufgaben der Jugendlichen. Wir bedanken uns für den individuell gestalteten und emotionalen Überblick.

Im Anschluss wurde sich nur kurz aufgewärmt und dann direkt an den Aufgaben weitergearbeitet.

Nach der Technikeinweisung ging es zum Abschalten in die Stadt, natürlich nicht ohne einen Abstecher zum See. Hier konnten wir sehen, wie nah die Stadt am ehemaligen Konzentrationslager liegt…

Morgen wird weiter am Medienprojekt und den Comics gearbeitet und am Nachmittag gehen wir Draisine fahren.

Geh.Denken – Denk.Mal, Tag 1 und 2

Am gestrigen Tag läuteten wir im Staddi die diesjährige Gedenkstättenfahrt in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ein: Einstieg ins Thema mit „Der Junge im gestreiften Pyjama“ sowie historische Einordnung und Gruppeneinteilung.

Heute morgen ging es trotz Zugausfall pünktlich nach Fürstenberg/Havel. Die Zugfahrt wurde für den Comic „Die Suche“ vom Anne Frank Zentrum genutzt. Dieses wird uns die Woche über begleiten.

Vor Ort starteten wir mit einem Fotospaziergang, die Jugendlichen bewegen sich hier frei und erkunden zunächst selbstständig das Gelände. Die Auswertung nahm fast genauso viel Zeit ein wie die Erkundung selbst, da es hier viele interessierte Nachfragen zu den einzelnen Orten gab.

Nach einer kurzen Pause arbeiteten wir nochmal am Comic und am Wochentagebuch. Außerdem legten die Gruppen ihre Wochenthemen fest.

Ein langer Tag neigt sich jetzt dem Ende zu. Wir blicken voller Erwartung auf den morgigen Tag mit dem großen Rundgang.

Exkursionsvorbereitung

Heute waren wir (Moni und Bea) gemeinsam mit dem Fachkonferenzleiter Geschichte in Torgau. Dort haben wir die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof besucht und uns mit der pädagogischen Leitung vor Ort ausgetauscht. Anschließend besuchten wir noch die Innenstadt mit der demnächst neu eröffnenden Jugendherberge.

Wir sind uns einig, dass wir hierher definitiv eine gemeinsame Fahrt für den Jahrgang 10 organisieren wollen, um den Jugendlichen diesen Teil der deutschen Geschichte näherzubringen. Hier sollten als „schwer erziehbar“ geltende Jugendliche unter gefängnisähnlichen Bedingungen zu „sozialistischen Persönlichkeiten umerzogen“ werden. Bis November 1989 durchliefen knapp 4.000 Jugendliche diese Einrichtung.

Nie wieder. Gegen das Vergessen. Zeitzeugin an der staatlichen Gesamtschule

Am heutigen Mittwoch hatten wieder Jugendliche der Staatlichen Gesamtschule die Gelegenheit, der Geschichte von Zipora Feiblowitsch zu lauschen. Sie hat Auschwitz überlebt und in Israel eine große Familie gegründet. Gemeinsam mit einer ihrer Töchter war sie bei uns zu Gast und erzählte in den knapp zwei Stunden sehr anschaulich und eindrücklich von ihrem Schicksal. Die 93 Jährige beantwortete anschließend noch Fragen und bat die Jugendlichen, dafür zu sorgen, dass sich Geschichte nie wieder wiederhole.

Wir bedanken uns herzlich für ihren Besuch und freuen uns, sie zukünftig wieder bei uns willkommen zu heißen.

Vielen Dank auch an Rudi Pahnke für die Vermittlung der Kontakte.

Geh.Denken – Denk.Mal 2019 (Tag 4 und 5)

Am Donnerstag war vor allem Recherche, Texte schreiben, Videos aufnehmen, Texte bearbeiten und Texte aufnehmen angesagt. Damit waren wir bis zum späten Nachmittag beschäftigt. Das fertige Video gibt es dann zu sehen, wenn Herr Stachowetz mit dem Schnitt fertig ist. Spätestens nach den Ferien werden wir uns gemeinsam alle Resultate anschauen.

Die Woche wurde am Abend am Lagerfeuer ausgewertet und heute am Morgen ebenfalls. Aktuell sind wir auf dem Heimweg, alle sitzen noch an ihrem Wochenjournal.

Eine lehrreiche und außergewöhnliche Woche geht damit erstmal zu Ende.

Geh.Denken – Denk.Mal 2019 (Tag 3)

Am Vormittag haben wir einen großen Rundgang über das Gelände gemacht. Hier wurden viele Fragen gestellt und beantwortet.

Nach der Pause wurde am Nachmittag intensiv in den Kleingruppen gearbeitet. Das heißt vor allem erstmal Recherche, Material sichten und sortieren und so weiter.

Am frühen Abend wurde der Kopf ein wenig beim Draisinefahren gelüftet.

Morgen geht’s dann weiter.

Geh.Denken – Denk.Mal 2019 (Tag 2)

Heute war vor allem Anreisetag, aber auch bereits auf dem Weg vom Bahnhof in Fürstenberg zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück kann man Geschichte erleben. Ist dies doch der Weg, den die Häftlinge ebenfalls beschreiten mussten.

Auch wenn das Wetter nicht wirklich dazu einlud, gingen die Jugendlichen selbstständig auf eine erste Tour über das Gelände. Der sogenannte Fotospaziergang zeigt vor allem den Pädagogischen Diensten vor Ort, welche Bereiche für die Gruppe interessant sind und welche Orte noch nicht entdeckt wurden.

Daraus entstanden heute auch erste Themen, die in den nächsten Tagen intensiver bearbeitet werden durch die Kleingruppen. Aktuell sitzen alle am Wochenjournal und fuchsen sich in die Technik ein.

Geh.Denken – Denk.Mal 2019 (Tag 1)

Heute startete das Gedenkstättenprojekt an der Gesamtschule mit dem Jahrgang 8/9.

Wir haben heute schon viel geschafft: Einführung ins Thema nach einem kleinen Frühstück im JFZ Weinert, Aufteilung der Gruppen und Besprechung der Aufgaben und Vertrautmachen mit der Technik.

Wir werden das Projekt dies Jahr digital angehen und unsere Tablets nutzen. Die Jugendlichen können hier ihre Aufgaben erledigen, ihr Wochenjournal führen und vieles mehr.

Morgen geht’s dann zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

Grenzen.los 2019 Tag 3

Den heutigen Tag verbrachten wir im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Hier hatte jede einen Audioguide und konnte so individuell durch die Ausstellung gehen. Fragen, die am Abend vorher aufgekommen waren, konnten so vielleicht geklärt werden. Die Ausstellung bezieht sich natürlich nicht ausschließlich auf das Gelände und Nürnbergs Rolle während des Nationalsozialismus, sondern gibt außerdem einen guten Gesamtüberblick. Es wurde deutlich, wie die Propaganda dieser Zeit wirkte und welcher Größenwahn hinter dem Bau allein stand. Es gibt viele Zeitzeugeninterviews, Ausschnitte aus den Prozessen und und und… Kaum zu fassen an einem Tag.

Jetzt werden wir noch bei Stockbrot und Marshmallows den Besuch auswerten.

Geschichte neu verstehen – Tag 4

Am letzten Tag in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück haben die Gruppen die Arbeit an ihren Themen beendet und ein Plakat darüber erstellt. Anschließend wurden die Ergebnisse den anderen Gruppen vorgestellt, der Fleiß wurde mit einem Applaus der Jugendlichen belohnt. Zum Abschluss haben wir darüber diskutiert, wie die Überlebenden danach mit ihren Erinnerungen weiter gelebt haben und damit umgegangen sind und wie es den Tätern von damals erging. Eine spannende Diskussion entstand. Zurück in Königs Wusterhausen werden wir morgen an der Erstellung unseres Heftes arbeiten.

Geschichte neu verstehen – Tag 3

Der Tag startete zunächst mit einem ausführlichen Rundgang durch das Gelände, bevor es in die Arbeitsgruppen ging. Hier wurde in der Hauptausstellung und mit direkten Quellen recherchiert und gearbeitet. Nach einem intensiven Nachmittag haben wir uns noch ausführlicher mit dem Ort der Namen beschäftigt. Hier sind 13.161 namentlich bekannte Opfer in einem großen Buch aufgelistet.

Morgen werden wir die Arbeit in den Gruppen fortsetzen und uns die Ergebnisse gemeinsam anschauen, bevor es wieder zurück nach Königs Wusterhausen geht.

Geschichte neu verstehen – Tag 2

Am zweiten Tag unserer Projektwoche „Geschichte neu verstehen“ sind wir heute in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück gefahren. Die nächsten Tage werden wir uns hier intensiv mit der Geschichte des Ortes auseinander setzen. Heute haben wir uns zunächst anhand von Fotos aus dem ehemaligen Arbeitslager mit dem Thema beschäftigt. Die Jugendlichen haben großes Interesse gezeigt und viele Fragen gestellt. Anschließend ging es mit Digitalkameras ausgestattet auf einen Fotospaziergang und die Jugendlichen konnten selbständig das Gelände erkunden und Dinge auf Fotos festhalten, die sie beeindruckend fanden oder worüber sie mehr wissen wollten. Zum Abschluss und Ausblick auf die nächsten Tage haben wir ein Gedicht von Ceija Stojka gelesen, die als Kind in Ravensbrück war.

Geschichte neu verstehen – Tag 1

Am heutigen Montag fand der erste Tag unserer Projektwoche „Geschichte neu verstehen“ statt. Aus beiden Schulen fanden sich 21 Jugendliche des Jahrgangs 9 sowie ein Geschichtslehrer in der HerderOS zusammen, um sich auf unsere Gedenkstättenfahrt vorzubereiten. Dafür gab es zunächst ein gemeinsames Frühstück, um sich kennenzulernen. Daran schloss sich eine Assoziationsrunde und ein Inputvortrag, gefolgt von einem thematisch passenden Film.

Anschließend ging es zu einem Stadtrundgang, Stolpersteine und Gedenktafeln waren hier das Ziel.

Morgen früh geht es zu unserem Seminar nach Fürstenberg/Havel, in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

Wir bedanken uns bereits jetzt schon beim Landkreis Dahme-Spreewald für die finanzielle Unterstützung dieses Projektes.

Wochenplan Schulsozialarbeit KWh (KW39)

„Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist..“ (Kompliment von Sportfreunde Stiller)

Nächste Woche steht unser schulübergreifendes Projekt an:“Geschichte neu verstehen“.

Wir werden ab Montag konkreter berichten, was in diesem Schuljahr auf der Gedenkstättenfahrt passiert.

Habt ein schönes Wochenende!

Deutsch-tschechisches Fachforum zum Jugendaustausch Tag 3

Drei intensive Tage wurden heute mit der Vorstellung von Best-Practice Angeboten beendet: einmal ging es um ein Projekt des Menschenrechtszentrums Cottbus und weiter um Gedenken in Lidice und Prag. Den Abschluss bildete ein Workshop, der Erinnerungsarbeit und Tanzpädagogik verbindet.

Wir haben viele Anregungen und Ideen für unsere Arbeit mitnehmen können. Einen Partner für einen schulischen Austausch leider (noch) nicht, aber wir bleiben dran.

Inzwischen sitzen wir erschöpft im Zug nach Berlin. Wir freuen uns auf die kommende Woche!

Deutsch-tschechisches Fachforum zum Jugendaustausch Tag 2

Heute gab es zunächst eine Einführung ins Thema durch die deutsch-tschechisch und deutsch-slowakische Historikerkommission, bevor die Workshops starteten: pädagogische Konzepte für den internationalen Austausch in Gedenkstätten, Begegnungsraum Geschichte-außerschulische Lernorte, pädagogische Erinnerungsarbeit mit Zeitzeugen (Ernst Grube), Methoden zur Menschenrechtsbildung und Erinnerung und viele weitere.

Inzwischen sind wir ganz schön platt und der Kopf schwirrt, aber bevor wir ins Bett fallen können, gibt es noch eine Theater-Performance. Morgen werden wir bereits bestehende Best-Practice Angebote kennenlernen, bevor es am Nachmittag nach Hause geht.

Deutsch-tschechisches Fachforum zum Jugendaustausch Tag 1

Moni und Bea sind in München zum Fachforum „Gemeinsam erinnern für eine gemeinsame Zukunft“.

Selbst für Schulsozialarbeiterinnen-Verhältnisse ging es zu nachtschlafender Zeit mit dem Zug nach München, wo wir am NS-Dokumentationszentrum auf die weiteren Teilnehmer aus ganz Deutschland und Tschechien trafen. Nach einem kurzen Inputvortrag, der simultan übersetzt wurde, ging es in Kleingruppen durch den Lern- und Erinnerungsort. Vieles ist multimedial aufgearbeitet und dreht sich vor allem um die Stadt, die mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus verbunden ist.

Weiter ging es zum Schloss Fürstenried, dem Tagungsort der nächsten Tage. Die offizielle Begrüßung und Eröffnung erfolgt durch die Generalkonsulin der Tschechischen Republik.

Wir freuen uns auf spannende Tage mit Workshops, Referaten und Austauschmöglichkeiten.