Aus einer regelmäßigen Pausenpräsenz an der Grundschule Niederlehme entstand in den vergangenen Monaten ein ganz besonderes gemeinsames Projekt zwischen Schule und mobiler Jugendarbeit.

Seit Februar durfte ich gemeinsam mit einer 6 Klasse sowie der Lehrerin an einem eigenen Filmprojekt zum Thema „Schule der Zukunft“ arbeiten. Über mehrere Wochen hinweg waren wir einmal wöchentlich gemeinsam kreativ, haben Ideen gesammelt, diskutiert, geplant und das Projekt Schritt für Schritt umgesetzt. Dabei entwickelten die Kinder nicht nur das Skript mit, sondern brachten sich auch bei Kostümen, Szenen, Musik und dem Videoschnitt aktiv ein.
Besonders wichtig war uns dabei der partizipative Ansatz. Die jungen Menschen sollten die Möglichkeit bekommen, ihre eigenen Vorstellungen und Visionen einzubringen und zu erleben, dass ihre Meinung gehört und ernst genommen wird. Genau darin sehe ich einen wichtigen Auftrag von Jugendarbeit: jungen Menschen Räume zu geben, in denen sie mitgestalten, Verantwortung übernehmen und ihre Ideen sichtbar machen können. Gerade zu der heutigen Zeit, in dem die Zahl der „Schulabbrecher“ erheblich zugenommen hat, was er für uns besonders spannend, durch das Projekt herauszufinden, wie Schule aus der Sicht der „Experten“ aussehen könnte.
Geplant wurde der Film in der Schule und gedreht  im Jugendclub, wodurch gleichzeitig auch die Möglichkeiten außerschulischer Freizeitgestaltung und offener Jugendarbeit sichtbar wurden. Für mich zeigt das Projekt einmal mehr, welchen Mehrwert die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendarbeit schaffen kann. Oft entstehen aus einfachen Gesprächen in den Pausen Projekte, die junge Menschen nachhaltig stärken und verbinden.
Nach mehreren Monaten gemeinsamer Arbeit konnte das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen werden mit einem Ergebnis, auf das die jungen Menschen, die Schule und auch ich sehr stolz sind.