Thomas Thiele

Israel, Tag 9

Eine spannende Zeit ging heute zu Ende. Bei schönstem Wetter verbrachten wir den Vormittag im 4000 Jahre alten Jaffa wie in „1000 und 1 Nacht“. Dann ging’s zum Flughafen. Jetzt sind alle wieder erschöpft, aber glücklich zu Hause….. ein paar Statistiken: in 8 Tagen legten wir über 800 km per Auto und 80000 Schritte/70 km zu Fuß zurück. Jerusalem, Atlith, Haifa, Akko, Sefad, Kare Deshe und Tel Aviv hießen unsere Stationen. Wir trafen wundervolle Menschen, hörten bewegende Lebensgeschichten und sahen traumhafte Orte. Danke für alles, Israel!

Israel, Tag 8

Tel Aviv! Welch quirlige Stadt am Mittelmeer…. und da heute der 4. November und damit der Tag des Attentats auf Yitzak Rabin ist, fuhren wir zuerst zum Rabinplatz und legten Blumen nieder. Danach ging’s zum Karmelmarkt – was ein Treiben!! Und dann eins der Highlights der Reise: wir sind nachmittags bei Miki Goldman-Gilead eingeladen, Auschwitz-Häftling, Überlebender der Schoa und einer der 12 Ermittler gegen Adolf Eichmann, „Regisseur“ der „Endlösung der Judenfrage“. 3,5 Stunden berichtete er aus seinem Leben und beantwortete alle unsere Fragen. Was für ein beeindruckender Mensch, welch bewegender Nachmittag!

Israel, Tag 7

Kare Deshe begrüßt uns morgens mit 28 Grad bei strahlendem Sonnenschein über dem See Genezareth. Wir brechen auf nach Kapernaum, dem Wohnort Petrus‘, in dem auch Jesus oft verkehrte, fuhren zum Berg der Seligpreisung (Bergpredigt Jesu) und weiter nach Yardenit, dem Taufort Jesu durch Johannes dem Täufer im Jordan. Danach ging’s zur letzten Station nach Tel Aviv, wo uns noch einige Begegnungen erwarten…

Israel, Tag 5

Von Haifa ging’s in die Kreuzfahrerstadt Akko. Längere Station machten wir im „Haus der Ghettokämpfer“. Wir wurden mit der Schoa-Pädagogik vertraut gemacht, die sich hier an 9-12jährige Kinder richtet. Anschließend besuchten wir das Museum und die ständige Ausstellung des Ghettokämpferhauses. Was für Eindrücke!!

Israel Tag 4

Ortswechsel – wir bedanken uns bei Jerusalem für die Gastfreundschaft und wechseln in die Hafenstadt Haifa. Wir machen Station in Atlith. Hier wurden durch die Briten 1945/46 ankommende Juden aus (Ost)Europa interniert. Joaw Hacarmeli begleitete uns durch die Gedenkstätte und zeigte uns anschließend „sein“ Haifa…

Israel Tag 3

Mammutprogramm! Altstadt Jerusalem arabischer Teil (Schuck), österreichisches Hospiz, Erlöserkirche – Gespräch mit dem evangelischen Bischoff von Israel, Palästina und Jordanien Ibrahim Assar, Grabeskirche (Golgatha), römische Ausgrabungen, jüdisches Viertel, Klagemauer (Kotel/Westwall). Abendgespräch mit dem Nahostkorrespondenten Ulrich Sahm.

Israel, Tag 2

Nach der gestrigen Anreise startete heute ein voller Programmtag. Um 9 Uhr trafen wir uns mit Georg Sheffi in Yad Vashem und hörten seine Geschichte, wie er den Holocaust überlebte. Danach besichtigten wir die Ausstellung, den Raum des Gedenkens, die Erinnerungsstätte für die fast 1,5 Mio ermordeten Kinder und das „Tal der Gemeinden“. Am späten Nachmittag waren wir zu Gast im israelischen Jugendherbergswerk und fuhren spät abends durch die Stadt zurück zur Jugendherberge…

FSJlerin verabschiedet

Heute haben wir unsere FSJlerin Charlotte („Alice“) gebührend verabschiedet. Ein großes gemeinsames Frühstück, kleine Geschenke und einige Anekdoten ließen den Vormittag schnell vorüber ziehen. Wir wünschen „Alice“ viel Erfolg auf dem weiteren Weg und warten mit Spannung auf unsere neue FSJlerin nächste Woche…

Stellungnahme

Am letzten Wochenende erreichte einige Haushalte der Stadt Königs Wusterhausen ein Monatsmagazin mit dem Namen „KW-EXPRESS“. Auf der Seite 4 ist eine Stellungnahme des Stadtjugendring KWh e.V. zum Thema Jugendclub Senzig abgedruckt, die am 29.05.2018 an alle Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Königs Wusterhausen und den Bürgermeister Herr Swen Ennullat zeitgleich per E-Mail versandt wurde. Bedauerlicherweise wurden unserer fachlichen Stellungnahme durch die Redaktion dieses Monatsmagazins einige Passagen hinzugefügt bzw. geändert, die NICHT durch uns autorisiert wurden oder von uns stammen. Explizit wurde der Satz „Die Pläne des Bürgermeisters und seitens der Freien Wähler, die neue Grundschule in Senzig in der Ringstraße zu bauen, würde all die Arbeit der vergangenen 10 Jahre zu Nichte machen.“ (Satz im Original aus dem Magazin) hinzugefügt. Wir betonen hier noch einmal deutlich, dass wir als freier Träger der Jugendhilfe natürlich fachliche Stellungnahmen aus Sicht der Jugendarbeit in einen fachlichen Disput einbringen, aber weder in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft Stellungnahmen gegen oder für einzelne Parteien oder Wählervereinigungen aus dem demokratischen Spektrum verfassen. Wir erwarten daher eine klare Richtigstellung der Redaktion des Monatsmagazins „KW-EXPRESS“.

Bildungswochenende

2 Gruppen, 2 Jugendbildungsstätten, 1 Thema: sowohl im Schloss Gollwitz als auch im JBZ Blossin beschäftigen sich an diesem Wochenende 26 junge Menschen aus der Region Königs Wusterhausen mit Israel und dem Nahostkonflikt. Für einen Teil der Gruppen geht es im Oktober zur Begegnungsreise nach Israel, während sich die anderen auf Gedenkstättenprojekte vorbereiten.

Dranske Tag 9

Der letzte Programmtag brach heute an. Neptun erwartete uns, um die Landratten zu taufen und in seinem Reich willkommen zu heißen. Natürlich mussten die kleinen Kandidaten erst mal ordnungsgemäß vorbereitet werden 😉 Was für ein kompletter Spaß für alle!! Am Abend dann den Grill angefeuert und anschließend den wunderschönen spektakulären Sonnenuntergang bewundert…

Dranske Tag 8

Ähm – haben wir schon erwähnt, dass wir hier das absolute Hammersommerwetter haben? Auch heute 28 Grad und strahlender Sonnenschein. Unser Vorschlag einer ausgiebigen Fahrradtour zum Kap Arkona wurde folgerichtig von den Kindern komplett verrissen, die natürlich lieber an den Strand und ins Wasser wollten. Also – Strandtag!! Mit Spielen und viel Spass wurde ergo der Tag verbracht. Abends noch ein Fußballspiel und ein Filmchen, und dann ab ins Bett. Morgen erwarten wir Neptun…

Dranske Tag 4

Auch heute – Sonne satt!! Nachdem es in der Nacht tatsächlich ein wenig geregnet hat, waren heute „nur“ 26 Grad auf dem Thermometer, bedeutend angenehmer als die 30+ der letzten Tage. Natürlich erwartete uns wieder der herrliche Nordstrand- neben Sonnen und Baden stand der Sandburgencontest auf dem Plan, der auch gut gemeistert wurde. Heute Abend noch ein paar Spiele und der Sonnenuntergang…

Danke Krakow!

Krakow, vielen Dank für Deine wundervolle Gastfreundschaft! Bei bestem Wetter verabschiedet uns die alte schöne polnische Stadt. In den letzten Tagen „erliefen“ sich die jungen Menschen der Kreisjugendfeuerwehr LDS jede Menge Geschichte – insgesamt 39099 Schritte bzw. 29,8 km zu Fuß zählte die App. Nachdenklich geht es jetzt nach Hause…

Kazimierz und Wawel

Am vierten Tag führt uns unsere gemeinsame Geschichtsfahrt durch Krakows jüdisches Viertel Kazimierz. Wir sehen, wie jüdische Menschen hier lebten, arbeiteten, in die Synagoge gingen, feierten und ihre Angehörigen bestatteten. Auf dem „traurigsten Friedhof der Welt“ zeugen Mauern aus teilweise zerstörten Grabsteinen, wie die Nazis versuchten, sämtliche jüdische Identität zu zerstören – sie ließen zwangsarbeitende Juden die Grabsteine ihrer Vorfahren zum Straßenbau verwenden. Unser Weg führt uns sodann zur alten Königsburg Wawel. Hier hatten der „Generalgouverneur“ Frank und die SS-Führung ihren Amtssitz. Wir enden dann am Marktplatz mit der Marienkirche.

Finanzielle Unterstützung

Heute durften wir im Namen der Band FEINE SAHNE FISCHFILET den zweiten Teil des Überschusses aus ihrem Konzert bei uns im Januar übergeben. Da die Band komplett auf Gage verzichtete und bedeutend mehr Zuschauer die Jungs sehen wollten, als man auf’m Montag Abend in der Provinz ahnte, blieben 1800,00 Euro über. Am Dienstag wurde ein Teil bereits Babelsberg 03 für ihre Kampagne „Nazis raus aus den Stadien“ übergeben. Heute erhielt KUNE e.V. als Träger des „Sprechcafe“ in Königs Wusterhausen 900,00 Euro für ihre wichtige ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen. Gelebte Integration durch hohes ehrenamtliches persönliches Engagement kann man nicht genug wertschätzen und ist der Band überaus wichtig. Oft fehlt es an den einfachsten Mitteln – genau dafür soll das Geld da sein. Und natürlich als Bestärkung für’s Weitermachen an dieser wichtigen Stelle. Danke für Euer Engagement!

Klarstellung zum CLUNIE

Zur Versachlichung der Diskussion um den CLUNIE Niederlehme: am 04.01.2018 informierte mich unsere mobile Jugendarbeiterin für den Bereich Niederlehme, Franziska Schwarz, per whatsapp darüber, dass ihr die zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung KWh telefonisch mitgeteilt habe, dass der bis dato CLUNIE genannte Jugendclub Niederlehme nunmehr offiziell das Bürgerhaus Niederlehme ist und damit ja auch dem realen Zustand – Mehrfachnutzung durch verschiedene Vereine und Privatnutzungen – entsprochen wird. Das von den örtlichen Jugendlichen gestaltete CLUNIE-Plakat, mit dem sie auf „ihren“ Jugendclub hinwiesen, ist umgehend zu entfernen. Auf Nachfrage beim BM am 04.01. antwortete er umgehend, dass sich an der NUTZUNG des Hauses durch Heimatverein, Jugendliche und Privatpersonen nichts ändert.

Im gestrigen Gespräch teilte mir Frau Schwarz mit, dass das Gebäude nach wie vor Bürgerhaus hieße und das CLUNIE-Plakat entfernt bleiben müsse. Auch verfügen wir als SJR derzeit über keinen zeitweiligen Nutzungsvertrag an ausgewählten Tagen für das Gebäude. Natürlich kann die Stadt Königs Wusterhausen über ihr Gebäude so verfügen, wie sie es für richtig und optimal hält. Unsere MitarbeiterInnen in diesem Ortsbereich sind MOBILE JugendarbeiterInnen und damit mit ihren Angeboten nicht an einen Standort gebunden.  Daher wäre es für uns wichtig, dass die Stadt als EIN Auftraggeber unserer Arbeit klar artikuliert, welche Erwartungshaltung nun an die mobile Jugendarbeit in den Ortsteilen und speziell in Niederlehme besteht: soll auch in 2018 an ausgewählten Tagen für einige Stunden eine Öffnung eines Jugendclubs erfolgen? Wenn ja, dann muss a) ein entsprechender Nutzungsvertrag angeboten werden und bestehen und b) ist es uns wichtig, dass unsere Angebote partizipativ sind, sprich unter Beteiligung der jungen Menschen erfolgen. Und dies heißt auch, dass sie das entsprechende Gebäude als IHRE Räume (mit)verstehen und sie halt bei Entscheidungen sie betreffend beteiligt werden, auch und grade wenn es um ihren Club geht….

Und übrigens: das Problem mit diesem Gebäude besteht nicht erst seit September/Oktober 2017, sondern ist bereits seit Jahren Gegenstand problembehafteter Diskussionen. Die Mehrfachnutzung gestaltet sich dort nicht so einfach und wurde in den letzten Jahren auch mit verschiedenen Verantwortlichen wie Rene Klaus und Dr. Franzke vor Ort diskutiert. Leider gibt es bis dato keine akzeptable Lösung, die alle zufrieden stellt…

Thomas Thiele, Geschäftsführer

Frohe Weihnacht und guten Rutsch!

Das Team des Stadtjugendring KWh wünscht allen Freunden und Partnern besinnliche Weihnachtsfeiertage im Kreise der Liebsten und einen guten Rutsch ins Jahr 2018. Und da NIEMAND Heilig Abend allein verbringen sollte, öffnet am 24.12. ab 20.30 Uhr das JFZ Weinert seine Pforten, in dem man bei seichter Musik, Glühwein und anderen Getränken im Gespräch den Abend verbringen kann – danke an die Freunde von SPLIRTZ Brandenburg für’s Öffnen…